Detailansicht

Neufassung der TRBS 2121

18.07.2019 - Buhck Umweltberatung GmbH,

Mehr als die Hälfte aller Absturzunfälle in der Bauwirtschaft sowie in baunahen Dienstleistungen machen Abstürze von Leitern oder Gerüsten aus. Vor diesem Hintergrund wurde die TRBS 2121 „Gefährdung von Beschäftigten durch Absturz“ neugefasst. Diese Neufassung ist seit dem 11. Februar 2019 gültig.

Die TRBS 2121 besteht aus insgesamt fünf Teilen:

TRBS 2121    Allgemeine Anforderungen

TRBS 2121-1    Verwendung von Gerüsten

TRBS 2121-2    Verwendung von Leitern

TRBS 2121-3    Verwendung von Zugangs- und Positionierungsverfahren unter Zuhilfenahme von Seilen

TRBS 2121-4    Ausnahmsweises Heben von Beschäftigten mit hierfür nicht vorgesehenen Arbeitsmitteln

Insbesondere in den Teilen 1 und 2 gibt es relevante Neuerungen.

So gilt Teil 1 (Verwendung von Gerüsten) nun explizit nicht mehr für fahrbare Arbeitsbühnen, Konsol-, Trag- und Bockgerüste. Hinzugekommen ist allerdings die Begrenzung des Zugangs von Gerüsten über innenliegende Leitern von 10 m auf 5 m Aufstieghöhe. Ab 5 m Aufstieghöhe sind demzufolge Alternativen wie z.B. eine Gerüsttreppe erforderlich. Zusätzlich müssen ausdrücklich auch beim Auf-, Um- und Abbau des Gerüsts technische Schutzmaßnahmen, insbesondere in der obersten Lage, vorhanden sein. Sollten diese nicht vorhanden sein, ist ein Arbeiten auf dem Gerüst verboten.

Teil 2 (Verwendung von Leitern) fordert bei der Verwendung von Leitern als Arbeitsplatz die Benutzung von Stufen oder Plattformen. Ein Arbeiten auf Sprossen ist nur noch in besonders begründeten Ausnahmen zulässig, die in einer Gefährdungsbeurteilung dokumentiert werden müssen. Zudem muss die Leiter und ihre Sicherung (Leiterfußausbildung) an die jeweilige Arbeitsumgebung angepasst sein.
Bei Fragen zu Auswirkungen auf Ihr Unternehmen wenden Sie sich gerne an Herrn Robert Texter.

 

Zurück