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Energieaudits nach DIN EN ISO 16247-1

31.01.2020 - Buhck Umweltberatung GmbH,

Haben Sie 2019 in Ihrem Unternehmen auch ein Wiederholungsaudit nach DIN EN ISO 16247-1 durchgeführt? Bestens! Dann wünschen wir Ihnen, dass Sie Ihr Vorhaben vor Inkrafttreten der Novellierung Ende 2019 beendet haben!

Wenn Sie seit 2015 mit dem EDL-G, dem Energiedienstleistungsgesetz, vertraut sind und gemäß den Vorgaben für Nicht-KMU Unternehmen Ihr Erstaudit durchgeführt haben, dann wissen Sie um die Anforderungen, die mit der Umsetzung des Energieaudits einhergehen. Sie haben einen Auditor gefunden, der in einer Auftaktbesprechung mit Ihnen die Rahmenbedingungen besprochen, den Anwendungsbereich definiert und mögliche Ziele und Grenzen erörtert hat.

Seit dem ersten Audit vor vier Jahren haben Sie den Energieeinsatz und den Energieverbrauch systematisch erfasst und konnten Energieeffizienzmaßnahmen ausmachen und umsetzen. Der Auditor hat mit Ihnen die Daten analysiert. In einem Außeneinsatz hat der Auditor Ihre Situation vor Ort begutachtet. Sie haben Einsparpotentiale benannt, haben sich über das bisher Erreichte ausgetauscht und weitere Möglichkeiten erörtert.

In einem Abschlussbericht hat Ihnen der Auditor alle bisherigen Analysen und Maßnahmen inklusive Kennzahlen präsentiert und Ihnen diesen in einer Abschlussbesprechung übergeben. Betroffen sind von der Auditierung laut Gesetz alle Unternehmen, die als „Nicht-KMU“ oder als verbundene KMU gelten. Gefragt wurde bisher nicht, wie hoch der Energieverbrauch über alle Energieträger eigentlich ist.
Doch das hat sich mit der Novellierung Ende November 2019 geändert. Freigestellt werden nicht nur wie bisher Unternehmen, die erfolgreich ein Energiemanagementsystem gemäß DIN EN ISO 50001 oder ein validiertes Umweltmanagementsystem gemäß EMAS eingeführt haben, sondern nun auch solche, die unter eine Bagetellschwelle fallen.

Unternehmen mit einem Gesamtenergieverbrauch pro Jahr von weniger als 500.000 kWh wird der komplette Vorgang der Auditierung erspart! Doch halt, Stopp! Die BAFA – das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle – fordert die Unternehmen auf, Ihren Energieverbrauch in einer Online-Erklärung zu melden. Und dazu gilt es Fristen einzuhalten!!

Laut der Novellierung müssen der Energieverbrauch und die Energiekosten für die Bagatellunternehmen innerhalb von zwei Monaten online gemeldet werden, nachdem ein Energieaudit hätte durchgeführt werden müssen. Der maßgebliche Zeitpunkt erklärt sich gemäß § 8 Abs. 1 und 2 EDL-G. Betriebe mit mehr als 500.000 kWh Energieverbrauch sind selbstverständlich ebenfalls angehalten, ihre Verbräuche und Ihre realisierten Maßnahmen online zu melden. Aktuell allerdings nur, wenn Sie Ihr Energieaudit nicht bis zum 26. November 2019 beendet haben. Und das ist die gute Nachricht: Alle Unternehmen, die das Energieaudit bis zum 25. November 2019 beendet haben, können auf die Onlinemeldung bis zum nächsten Wiederholungsaudit in vier Jahren verzichten.

Die Unternehmen, die Ihr Energieaudit zwischen dem 26. November 2019 und dem 31. Dezember 2019 abgeschlossen haben, sind zur Onlinemeldung nach § 8c Absatz 1 bis zum 31. März 2020 verpflichtet.
Wünschen Sie sich mehr Auskünfte über dieses Thema? Dann steht Ihnen Petra Grimberg aus dem Energieteam der Buhck Umweltberatung GmbH als Ansprechpartnerin gern zur Verfügung: E-Mail schreiben.

 

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