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Die Novelle der Altholzverordnung wird kommen

15.11.2019 - Buhck Umweltberatung GmbH,

Die nunmehr seit 17 Jahren geltende Altholzverordnung habe sich aus Sicht des BMU zwar bewährt, gleichwohl bestehe Anpassungsbedarf. Und so schreiten die Arbeiten an der geplan-ten Novellierung der Altholzverordnung voran.

Das vorbereitende Forschungsvorhaben „Evaluierung der Altholzverordnung in Hinblick auf eine notwendige Novellierung“ wurde vom Umweltbundesamt vor rd. 2 Jahren in Auftrag ge-geben und sollte im Oktober abgeschlossen werden. Das Ziel war, neben einer Bestandsauf-nahme auch Verbesserungsmöglichkeiten in der Altholzverordnung zu finden.

Bei der Novelle werden aktuelle vor allem folgende Punkte diskutiert:

Der bisherige Gleichrang zwischen stofflicher und energetischer Verwertung wird auch vor dem Hintergrund der fünfstufigen europäischen Abfallhierarchie nicht zu halten sein. Es wird vielmehr darauf ankommen, eine verhältnismäßige Regelung zur Förderung der stofflichen Verwertung zu finden. Dabei seien auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Kapa-zitäten für die stoffliche Verwertung zu berücksichtigen.

Die Experten sind sich einig, dass die Getrenntsammlung bei der Aufbereitung von Altholz eine große Rolle spielt. So ist es in der Gewerbeabfallverordnung bereits verpflichtend, Altholz von anderen gewerblichen Siedlungsabfällen sowie Bau- und Abbruchabfällen zu sammeln. Entsprechend bedarf es in der AltholzVO einer Getrenntsammlung nach den einschlägigen Altholzkategorien über die Kategorie IV hinaus.

Bei der Einteilung des Altholzes gibt es verschiedene Forderungen, sie reichen von einer Bei-behaltung der vier Kategorien über eine Abschaffung beziehungsweise Modifizierung der Ka-tegorie III (diese besitzt in der Praxis kaum noch eine Relevanz) bis hin zu einem System, in dem es nur noch zwei Klassen gibt – stofflich oder energetisch verwertbar. Eine Reduzierung auf zwei Klassen sieht das BMU jedoch kritisch.

Die Überwachung in Form von Probenahme und Analyse soll in der Novelle verbessert und auf den neuesten Stand gebracht werden. Der Anlieferungsschein werde wohl beibehalten, soll aber auch elektronisch möglich sein.

Nach aktueller Einschätzung geht das BMU davon aus, dass bis zum Frühjahr mit einem Re-ferentenentwurf gerechnet werden könne.

Die Buhck Umweltberatung GmbH hält Sie weiter auf dem Laufenden. Wir hoffen im Früh-jahr 2020 über weitere Neuigkeiten an dieser Stelle berichten zu können.

 

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